Um etwa 8:30 klingelte mein Handy: Eine SMS von Petra.
In dieser teilte sie mir mit, dass sie und die andren um etwa 11 Uhr in DF ankämen und mir einen Treffpunkt vorgeschlagen.
Ira und ich haben uns also so gaaanz langsam aus dem Bett geschält… oder zumindest so getan… iPodTouch sei dank haben wir schnell rausgefunden, dass ich über ne halbe Stunde bis dahin brauchen würde… also doch aufstehen…
Ich bin dann unter die Dusche (endlich ein großes Badetuch!!!) und Ira hat angefangen Frühstück für uns zu machen.
Nachdem ich angezogen war, bin ich runter, wo ich erst mal die Schwiegermutter von Iras Onkel kennenlernte. Das ganze natürlich auf Spanisch, schließlich ist die Argentinierin. Ging aber gut, ich werd wirklich besser!
Ira hat dann ein fürstliches Frühstück auf den Tisch gezaubert und ich habe mich gewundert, warum ich noch nicht einen Ton von ihrem grade mal 2 Monate alten Cousin gehört habe. Normalerweise geben Babies in dem Alter ja schon so einige Laute von sich. Hab dann auch gesagt, dass ich bezweifel, dass der existiert.
Irgendwann kam dann Iras Onkel runter und hat dann mit uns gefrühstückt. Wir haben dann auf der Karte den Treffpunkt gesucht. Er meinte wäre zu gefährlich, weil da zuviel Verkehr wäre. Hab dann mit Petra geschrieben und wir haben nen andren Treffpunkt ausgemacht.
Irgendwann kam dann auch Iras Tante und wir haben gequatscht.
Ira fragte dann, ob sie ihren Cousin holen dürfe, damit ich ihr endlich glaubte, dass der existiert.
SÜSS!!! Ein echter Strahlemann!!! ![]()
Wobei alle Kinder hier in Mexiko viel, viel ruhiger und glücklicher sind. Das sagt auch Petra. Warum, das haben wir auch noch nicht herausgefunden.
Dann kam die SMS von Petra: In 30 Minuten sind wir da!
Taxi gerufen, Iras Tante hat mit dem Taxista verhandelt und ich musste mich endgültig von Ira, meiner Hermanovita, verabschieden!!!
Hab fast geweint! Aber wir sehen uns ja wieder!!! Hamburg ist ja umme Ecke!!!
Ich bin dann mit dem Taxi durch halb DF gefahren, hab mit Mühe die Augen aufgehalten und als ich endlich ankam, war ich glücklich, dass die andren am vereinbarten Ort schon warteten.
Wir sind weiter nach Xochimilco gefahren, haben die Einkäufe (Wein und Knabberzeug) gepackt und sind zu den Booten gegangen.
Die Jungs haben dann erstmal ne halbe Stunde mit dem Gondeliere (falls man das hier so nennt) verhandelt, Nestor hat nochmal ne Vorratsladung Bier auf Eis bestellt und dann gings los!
Also ich hab in den letzten 9 Wochen in Mexiko mich ja schon an vieles gewöhnt, aber das war noch einmal unglaublich!!! Auf einem Kanal schwammen bergeweise Boote mit Touristen wie wir, kleine Boote manövrierten da hindurch, um Süßigkeiten, Getränke, Elotes (Maiskolben mit Mayo), Quesadillas, Blumen oder sonst noch etwas zu verkaufen und am Ufer waren Geschäfte, Restaurants und Toiletten, die nur vom Wasser aus zugänglich sind.
Wir sind ganz gemütlich 3 Stunden über den Kanal geschippert. Irgendwann hat mich die Müdigkeit übermannt und ich hab mich vorne im Boot hingelegt und hab ne Runde geschlafen ![]()
Gut, ich hatte die Sonnencreme vergessen und daher anschließend leicht errötet, aber dafür war ich wieder etwas fitter!
Zum Schluss hab ich ein paar Olaten (glaub zumindest, dass die so geschrieben werden) gekauft. Großes halbrundes Esspapier, mit Honig zusammengeklebt und dazwischen Samenkörner.
Nachdem wir angelegt hatten sind wir noch zu einem Markt gefahren. Da mal wieder mega viel Verkehr war und für mich Autofahren immer noch das beste Schlafmittel ist, bin ich natürlich wieder eingepennt.
Tja, Markt gab es an diesem Tag nicht, weil ein Festival mit traditioneller mexikanischer Musik stattfand. Wir haben dann was gegessen und sind über den Artesania-Markt geschlendert. Noch einmal auf Toilette und ab ging es zurück nach Cuernavaca!
Natürlich sind wir nicht über die teure Autopista, sondern über die kostenlose (und angeblich bei Tageslicht mit wunderschöner Aussicht) Cartera gefahren.
Naja, Cuerna bei Nacht vom Berg aus betrachtet ist auch sehr sehenswert!!!
Zu Hause angekommen, bin ich in mein Zimmer und dachte: Da fehlt doch etwas!
Dafür hörte ich das Rattern einer Nähmaschine.
Irgendwann bekam Paty mit, dass ich wieder zurück war, machte mir Quesadillas und beim Abendessen erfuhr ich dann, dass sie die Nähmaschine aus meinem Zimmer geholt hatte, um die Vorhänge für das neue Haus zu nähen. Gut, also muss meine Creme eben wo anders Platz nehmen.
Nach dem Cena bin ich nur noch ins Bett, sofort eingeschlafen und hab bis zum nächsten Morgen wie ein Stein geschlafen!





