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Anfang Mai habe ich hier einen Artikel veröffentlicht, über die Frage, wie viel Kosmetik ich nach Mexiko mitnehmen muss.
Ein paar Tage später kam ein Pingback von einem anderen WordPress-Blog rein. Die Autorin fragt nach Statistiken zu dem Thema, weil sie mein Artikel zum Nachdenken angeregt hat. Am Ende dises Artikels hat sie auch eine kleine Umrage gestartet. Ich habe sie damals kontaktiert und sie gefragt, wie die Reaktion auf ihren Artikel war und sie hat mir gesagt, dass bisher er keiner an der Umfrage teilgenommen hat.
Am vergangenen Wochenende bin ich nochmal bei ihrem Blog vorbei gesurft und hab sie auch nochmal gefragt wies mit der Umfrage steht. Mittlerweile haben immerhin ganze 2 (!!!) Personen mitgemacht.
Das ist nicht viel…
Nun, da ist der Stress der letzten Wochen (oder sollte ich besser sagen Monate?) endlich vorbei. Die gedruckten und gebundenen Diplomarbeitsexemplare liegen bei mir zu Hause und ich muss die morgen “nur noch” abgeben. Aber ich hab ja ne nette Begleitung, die mir in den Hintern tritt bevor ich vor Aufregung ausflippe
Aber ich hab jetzt zum ersten Mal wieder Zeit an Mexiko zu denken..
… und wenn ich das tue krieg ich jetzt schon ein flaues Gefühl im Bauch. Warum?
- Der lange Flug
Ich bin bisher noch nie länger als 3 Stunden geflogen und trotz Zwischenstop in London werde ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben im Flugzeug auf Toilette gehen müssen. - Der Jetlag
Ich hab ja beim normalen Uhrumstellen von Winter- auf Sommerzeit immer einige kleine Probleme und bin ne Woche damit beschäftigt, wie soll dass das bei nem Zeitunterschied von 7 Stunden werden? Nur gut, dass ich recht günstige Flugzeiten hab… - Der Kulturschock
Dank meines wundervollen Reiseratgebers gleichen Titels weiß ich jetzt schon, dass es trotz Vorbereitung meinerseits und (hoffentlicher) Offenheit und Toleranz meiner Gastfamilie zwei total unterschiedliche Welten aufeinander prallen: 2 Mentalitäten, 2 Lebensstile, 2 Essenstile, 2 Tagesorganisation etc. - Die Sprachbarriere
Naja, dass ich ne olle Quasselstrippe bin ist ja bekannt und ich habe keine Ahnung, wie ich die erste Woche(n) überleben soll. Das wird für mich am härtesten sein: mein großes Mitteilungsbedürfnis nicht ausleben zu können.
Naja, ich hab ja noch 4 Wochen Zeit mich vorzubereiten und trotz des flauen Gefühls im Bauch ist meine Vorfreude schon riesengroß!!!
In meiner Euphorie vom Flug buchen und weil ich darauf warte, dass mein Liebingsmaschinenbauer anruft, um mit mir meine Laborprobleme zu klären, habe ich direkt mal beim Onlinebuchhändler meines Vertrauens nach Reiseliteratur über Mexiko gesucht, momentan stehen auf meiner Wunschliste:
- Klaus Boll: Kulturschock Mexiko – Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln, Religion, Tabus, Mann und Frau, Stadt- und Landleben
- John Noble: Lonely Planet Mexiko (engl. Ausgabe)
mal gucken, welches ich mir als erstes zulege, obwohl ich momentan ja so gut wie gar nicht zum Lesen komme, hab nach nem Tag hinter Büchern, Zeitschriftenartikel, Rechtsvorschriften, DIN-Normen und meinem Schreibtisch irgendwie keine Lust dazu…
In den letzten Tagen war die die Grippe vom Typ A(H1N1) immer wieder in den Medien. Nicht nur das mögliche Gefahrenpotenzial war ein Thema, nein, auch wie man diese Grippe denn nun nennen soll wurde weltweit eifrigst diskutiert.
Diese Woche wurde zum Beispiel bei der ARD-Sendung hart aber fair (vom 29.04.2009) geschildert, welche Probleme man alleine mit der Namensfindung hat. Demnach sind Tierschützer und Israel gegen den Begriff “Schweinegrippe”, weil die Schweine ja unschuldig an der Übertragung auf den Menschen und im jüdischen und moslemischen Glauben unreine Tiere sind. Daher kam es zum Vorschlag “Mexiko-Grippe”. Davon fühlten sich aber wiederum einige Mexikaner diskriminiert, was zum Vorschlag von “Nordamerikanische Grippe” führte. Das würde aber die Nordamerikaner diskriminieren. Deswegen hätten Bundesregierung und EU-Kommission “Neue Grippe” vorgeschlagen.
Naja, abgesehen davon, dass der nächste Grippevirenstamm dann mit einem Namen wie “Allerneueste Grippe” betitelt werden müsste, stellt sich mir die Frage: “Was war dann mit der Vogelgrippe oder der Spanischen Grippe? War das auch Diskriminierung? Müssten die dann nicht auch umbenannt werden?” Zum Beispiel könnte man die Spanische Grippe dann in “Grippe-Pandemie nach dem ersten Weltkrieg” umbenennen ![]()
Wissenschaftlich korrekt dürfte aber die Bezeichnung Grippe A(H1N1) sein, also bleib ich einfach dabei.
Es sieht leider so aus, also könnte ich nicht nach Weihnachten zu meiner Irlandtour aufbrechen, sondern als müsste ich damit nochmal 6 bis 9 Monate warten.
Aber so kann ich wenigstens noch ein wenig sparen und mein finanzielles Polster aufbessern.
Ein weiterer Grund für den Aufschub ist, dass ich es vermutlich gar nicht zeitlich schaffen würde zwischen Weihnachten und dem Antritt meiner neuen Stelle, da ich als Minimum 2 Monate vorgesehen hatte und die leider einfach nicht herzauberbar sind.
Eigentlich sehr schade, aber vielleicht mache ich vorher eine kleine und spontane Reise und kann dann wenigstens noch von einem Kurztrip berichten.


